Archive for Juli 7th, 2008


7. Juli 2008

Was sind Veddas?

Author: admin

Die Veddas, die Ureinwohner Sri Lankas, die schon seit tausenden von Jahren auf der Insel leben, sind nun vom Aussterben bedroht. Durch die Rodung des Dschungels und die Umwandlung in Ackerland, wurde ihnen ihr Lebensraum genommen. Zwar wurden sie in Dörfern wieder angesiedelt, doch das führte dazu, daß sie sich mit Singhalesen und Tamilen mischten, wodurch es heute nahezu keine echten Veddas mehr gibt.

 

Die Bedrohung dieses Volkes setzte jedoch erst im 20. Jahrhundert ein, wo ehrgeizige Siedlungsprojekte die Veddas aus ihren angestammten Lebensräumen vertrieben. Nur noch rund 600 Ureinwohner soll es auf Sri Lanka geben, die in der traditionellen Art und Weise als Jäger und Sammler leben. Sie siedeln in Heningala ( nahe Girandurukotte), im Maduru Oya Nationalpark und im Dschungel in der Nähe von Mahiyangana.

 

Das Wort Vedda stammt von Vydha ab, ein Wort aus dem Sanskrit, das Jäger bedeutet. Die Ureinwohner Sri Lankas wohnten in Höhlen oder primitiven Hütten und lebten von der Jagd. Bewaffnet waren sie mit Pfeil und Bogen und einer Axt. Diese Axt war unerläßlich für das Überleben im Dschungel und auch heute noch tragen die Veddas eine Axt, sogar wenn sie in Dörfern leben und sie eigentlich gar nicht mehr benötigen.

 

Diejenigen Veddas, die noch im Dschungel leben, können noch gut mit Pfeil und Bogen umgehen und beherrschen noch die Methoden, aus dem, was die Natur bietet, Gebrauchsgüter herzustellen (z.B. Matten aus Blättern oder Taschen aus Rinde).

 

Da die Veddas als gute Jäger bekannt und berühmt waren, holten singhalesischen Könige in früheren Zeiten oft Stammeshäuptlinge als Jäger an ihren Hof. Überhaupt war dieses Volk sowohl bei den Singhalesen als auch bei den Tamilen hoch angesehen und viele Geschichten und Sagen ranken sich um sie.

 

Auch wenn viele Veddas gar nicht mehr im Dschungel leben, haben sie sich ihre alten Rituale und Bräuche erhalten. Die haben sich ihren Totenkult bewahrt, und in Zeiten der Not führen sie ihre Tänze immer noch zur Anrufung der Toten auf. Sie glauben an verschiedene Geister, die sie um Glück und Erfolg bei der Jagd bitten. Kande Yakka ist der Geist des Berges, Gal Yakka ist der Geist des Felsens, und Dola Yakka ist der Geist eines Verwandten. Diese wohlgesinnten Geister werden um Hilfe bei der Bärenjagd angerufen und sollen die Jagdhunde schützen, der wertvollste Besitz eines Veddas.

 

Auch an der Hochzeitszeremonie hat sich nichts verändert. Ein heiratswilliger junger Vedda muß bei dem Vater der Braut um ihre Hand anhalten. Er bringt dazu Geschenke, wie Honig, Betelblätter, Kokosnüsse, Reis und Fleisch. Geheiratet wird nur innerhalb eines Clanes und der Clan muß der Hochzeit zustimmen.

 

Das Hochzeitsritual an sich ist einfach. Wenn die Braut einwilligt, bindet sie zur Besiegelung des Bundes dem Bräutigam ein Band, das aus der Rinde der Niyande gemacht wurde, um die Hüften. Dieser Hochzeitsknoten wird von Zeit zu Zeit erneuert. Als Mitgift bringt die Braut nützliche Dinge, wie Jagdhunde, eine Axt oder Töpfe, mit in die Ehe ein. Doch auch den Veddas droht das Schicksal aller Naturvölker. Bald werden ihre Sitten und Gebräuche nur noch in den Sagen und in den Büchern von Anthropologen nachzulesen sein.


7. Juli 2008

Tänze auf Sri Lanka

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Während die indischen, insbesondere südindischen Tänze mehr dem Ausdruckstanz bzw. dem Tanzdrama zuzuordnen sind, ging die singhalesische Entwicklung fast ausschließlich zum “nritta”- Tanz hin, der – passend zur in erster Lienie von Trommeln bestimmten, stark rhythmischen Musik – hauptsächlich symbolische, manchmal akrobatische Körperbewegungen mit ausgeprägter Fußarbeit präsentiert. Entsprechend dem dynamischen Rhythmus, der fast ohne Melodiebegleitung auskommt, wird er fast ausschließlich von Männern getanzt, im Gegensatz zu den meist sehr melodiösen Tänzen indischer Frauen.

 

Zwei Hauptformen der singhalesischen Tänze lassen sich unterscheiden:

 

Die Tieflandtänze werden ausschließlich an der Südwestküste getanzt und wegen ihres exorzistischen Charakters auch sanni yakuma oder gerne “devil dance” genannt.

 

Die Hochlandtänze, meist Kandy dance genannt, hatten früher ausschließlich religiöse Bedeutung als Tempeltänze, meist innerhalb der Bitt- oder Opferzeremonien. Daraus entwickelte sich später eine weltliche Form, als vannama zu Unterhaltungszwecken heute auch oft von Frauen getanzt und allabendlich den Touristen in Kandy vorgeführt. Hierbei werden meist – reale oder phantastische – Tiere in ihren Bewegungen nachgeahmt, wobei der Tänzer dies allerdings nur “zum Warmlaufen” nutzt, um sich dann von diesem Vorbild zu lösen und sich ganz dem Tanzrausch hinzugeben, oft im Wettstreit mit anderen Tänzern.

 

Neben diesen beiden Hauptformen haben sich zwei weitere Tänze erhalten, die mehr dem Volkstheater zuzuordnen sind: Im nordöstlichen Bergland wird recht selten der Sokari aufgeführt; etwas häufiger gibt es noch Vorstellungen des Kolam Natima, meist in Ambalangoda und Mirissa, der dem Tanzdrama zuzuordnen ist und mit reich geschnitzten und bunt bemalten Masken vorgeführt wird, meist recht ursprünglich, einfach und humorvoll.

 

Die einstmals vielfältige Puppenspieltradition mit Marionetten ist heute fast vollkommen in Vergessenheit geraten und konnte lediglich durch den Tourismus eine kommerzielle Wiederbelebung erfahren, worauf die in jüngster Zeit vereinzelt angebotenen Puppen hindeuten.


7. Juli 2008

Musik auf Sri Lanka

Author: admin

Die vielfältige Musikkultur Sri Lankas im Detail zu behandeln, ist wie bei den anderen Kulturthemen unmöglich. Man kann lediglich einen Überblick über die gebräuchlichsten Instrumente bieten.

 

Trommeln:

Getaberaya:
bevorzugt bei religiösen Zeremonien gespielt. Das eine Ende ist mit Kuhleder, das andere mit Affenhaut bespannt, so daß zwei unterschiedliche Töne entstehen. Das Instrument wird zweihändig gespielt.

 

Thama Thama oder Hewisi:
Aufgebaut wie ein Bongo-Paar. Die Felle sind unterschiedlich groß und verschieden stramm bespannt. Zwei Kaduppu genannte Klöppel aus Rohr mit jeweils einem Ring am Ende erzeugen zwei unterschiedliche Töne.

 

Dawula:
Mit Messingmotiven verzierte Hartholztrommel, deren beide Kuhleder-Felle mit Juteseilen gespannt werden. Das eine Ende wird mit der Hand, das andere mit einem “Kadippu”- Stock gespielt.

 

Udekkiya:
Eine zweiflächige Trommel, die sich in der Mitte konisch verjüngt. Die beiden Felle sind untereinander verspannt. Ein Stoffband um diese Verspannung dient durch Anziehen und Lockern mit der einen Hand zur Tonmodulation während die andere Hand spielt.

Dakkiya:
Die größere Version der Udekkiya. Sie wird über die Schulter gehängt, ist aber kaum noch in Gebrauch. Rabanna; in etwa zu vergleichen mit dem Tambourin, bespannt mit Gänsehaut. Kommt in kleiner und großer Ausführung vor, letztere hauptsächlich bei religiösen Zeremonien.

Yak Beraya:
Eine zylindrische Trommel mit zwei Fellen. Kommt fast nur in Süd – Ceylon vor und wird über die Schulter gehängt.

 

Thamboruwa und Sabaragmu Dawula:
Sind beides größere Abwandlungen der Dawula, erstere mit einem sehr tiefen, vollen Klang. Sie wird hauptsächlich im Zahntempel und zur Perahera in Kandy gebraucht. Letztere wird bei religiösen Zeremonien in den Sabaragamuwa Provinzen (daher der Name) gespielt.

 

Bummadiya:
Ein dickbauchiges, rundes, irdisches Gefäß, dessen Öffnung mit Tierhaut bespannt ist. Begleitinstrument bei Ernteliedern und Volkstänzen. Auch Kalaham oder Kalabera genannt. Wird um die Schulter gehängt.

 

Blasinstrumente:

 

Hakgediya:
Diese Muschel wird gewöhnlich zur Eröffnung einer religiösen Veranstaltung in einem tiefen, langgezogenen Ton geblasen.

 

Saksinnam:
Eine Abwandlung der Kakgediya, indem an der Muschel ein Mundstück aus Wachs oder Metall befestigt ist. Horaneva; früher aus Elfenbein, haute aus Holz gefertigt, mit einem Mundstück aus Metall. Das schwingende, den Ton produzierende Blättchen ist aus einem Palmyra-Blatt geschnitten. Die normalen sieben Bohrungen erlauben ähnlich wie bei unserer Flöte die Bestimmung der Tonhöhe.

 

Bata Nalawa:
Eine Flöte aus Bambusrohr mit sieben Bohrungen.

 

Nagasinnam:
Zwei Flöten in einer: zu einer gewöhnlichen Bambusflöte mit sieben Bohrungen für eine Oktave kommt ein zweites, geschlossenes Rohr. Letzteres produziert einen konstanten tiefen Ton , der mit den gleichzeitig auf der richtigen Flöte gespielten Tönen harmoniert.

Kombu:
Das S-förmige Messinghorn ist schwierig zu blasen. Früher wurde es als Signalhorn in Schlachten und bei Prozessionen benutzt.

 

Weitere, heute nicht mehr gebräuchliche Blasinstrumente sind unter anderem: Dalahan, Vaskulal, Sakdandu und Vangi. Einen Eindruck vom Gebrauch all dieser Instrumente und der Eigenart singhalisischer Musik gewinnt man bei jeder Parahera (Prozession) oder bei eine “Kandyan dance Show”, die allabendlich in Kandy und an vielen Touristenorten arrangiert wird.


7. Juli 2008

Klima auf Sri Lanka

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Entsprechend seiner Insellage in Äquatornähe herrscht in Sri Lanka tropisches Monsumklima mit Durchschnittstemperaturen von 30 Grad C, im Winter bis 35 Grad C, im Sommer mit einer Luftfeuchtigkeit zwischen 80 und 90 %. In den Bergen, wo es nachts mit 10 bis 16 Grad C erheblich kühler sein kann, gelegentlich kommt es sogar zu Bodenfrost, liegen auch die Tagestemperaturen erheblich niedriger und machen das Klima angenehm. Die heißesten Monate sind März und April, wenn die Sonne senkrecht über Sri Lanka steht. Danach erfaßt der Süd-West-Mosum von Mai bis August hauptsächlich den Südwesten mit Regen. Im Norden und Osten der Insel fällt während der Nord-Ost-Monsumzeit, im Dezember und Januar, der Hauptniederschlag, der weniger ergiebig ist, als der Süd-West-Monsun.

 

Im Gebirge kann man häufig mit Niederschlag rechnen, der bis zu 450 cm im Jahr betragen kann. Andere Gebiete im nördlichen Flachland und im Südosten sind steppenartig trocken. Die günstigste Reisezeit ist von März bis November im Osten und Nordosten und von November bis März im Südwesten. Ideal für die gesamte Insel ist die überall niederschlagsarme Zeit von Ende Januar bis Mitte April.

 

Mehr über die aktuellen Wetterverhältnisse erfahren Sie unter:

 

Aktuelles Wetter Sri Lank


7. Juli 2008

Religionen auf Sri Lanka

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Buddhismus, Hinduismus, Christentum und Islam sind die größten Religionsgemeinschaften, die auf Sri Lanka anzutreffen sind. Der Buddhismus, dem mehr als 70% der Bevölkerung anhängen, hat das Land geprägt. Etwa 15% der Einwohner sind Hindus, 8% Muslime und etwa 7% Christen.

 

- Buddhismus
- Hinduismus
- Islam


7. Juli 2008

Staatssprache war bis 1963 das Singhalesische. Tamil war in der Nordregion Amtssprache und mußte auf Antrag eines Tamilen auch bei den Zentralbehörden in anderen Provinzen gesprochen werden. Laut Ravi aus Sri Lanka sind nach einem in Kraft getretenen Friedensvertrag zwischen Singhalesen und Tamilen jetzt Singhalesich, Tamil und Englisch als Staatssprachen anerkannt. Artikel 19 der Verfassung legt fest, daß Singhalesisch und Tamil gleichberechtigte Nationalsprachen sind. Englisch war schon immer Handels- und Bildungssprache sowie Umgangssprache der Oberschicht,. Englisch, vereinzelt auch Deutsch, wird in der Schule gelehrt. Die meisten Orts-, Hinweis- und Ladenschilder sind zusätzlich auf Englisch beschriftet.


7. Juli 2008

Die Emanzipation der Frauen schreitet auch in den asiatischen Ländern immer weiter fort, und auch dort haben die Männer so ihre Probleme damit. Immer mehr Frauen stehen im Beruf ihren Mann und verspüren überhaupt keine Lust zu heiraten. Im “Sunday Observer” erschien zu diesem Thema 1994 ein Artikel unter dem Titel “Spinsterhood or Motherhood?” (man kann dieses Wortspiel nicht ins Deutsche übertragen, aber es bedeutet übersetzt “Alte Jungfer” oder Mutter?). Das Bild der alten Jungfer trifft auf die jungen, attraktiven und erfolgreichen Single-Frauen Sri Lankas wirklich nicht zu, obwohl die gängigen moralischen Werte ihnen das Leben wohl nicht einfach machen.

 

Aber auch in den asiatischen Ländern ist in den letzten Jahren in Teilbereichen ein Gesinnungswandel eingetreten:

 

Wo früher die Heirat als Schlüssel zu Glück und Sicherheit im Leben einer Frau galt, sind heute alleinlebende berufstätige Frauen nichts außergewöhnliches mehr. Für viele berufstätige Frauen ist das Single-Dasein die einzige Alternative, da sie ansonsten ihre berufliche Karriere für Ehe und Familie aufgeben müßten. Eine Studie ergab, daß auf Sri Lanka 36% der berufstätigen Frauen unverheiratet sind. Wenn sich diese Frauen doch noch entscheiden zu heiraten, sind sie meist schon zwischen 28 und 30 Jahren alt, ein enormer Altersanstieg im Vergleich zu früheren Zeiten. Wie in den westlichen Ländern kommen auch hier Karriere und Beruf vor der Ehe und Familie. Viele Frauen wollen ihr Single-Leben auch gar nicht missen und ihre Freiheit und Ungebundenheit gegen lästige Hausfrauenpflichten und Kindergeschrei eintauschen. Doch wie überall haben auch in Sri Lanka die Single-Frauen mit den Vor- und Nachteilen des Alleinseins zu kämpfen. Nicht alle unverheirateten Frauen haben sich diesen Status freiwillig gewählt, oft ist eine fehlende Mitgift Schuld daran. Auch ist es nicht so einfach den richtigen Mann zu finden.

 

Die vielen Heiratsanzeigen in den Zeitungen geben einen kleinen Einblick in diese Problematik. Viele Männer sind auch durch das neue Selbstbewußtsein der Frauen verunsichert und sehen dem Vormarsch der Frauen mit Schrecken entgegen. So erschien ebenfalls im “Sunday Observer” im Dezember 1993 ein Artikel mit dem Titel “Frauen, überall Frauen”, in dem der – natürlich männliche Autor- entsetzt feststellt, daß er bei einem Troß Schulkinder mehr Mädchen als Jungen gesehen hat. In Banken, Büros und Postämtern dasselbe Phänomen: überall mehr Frauen als Männer. Sogleich taucht vor seinem geistigen Auge ein Horrorszenario auf: In nicht allzu ferner Zukunft könnten auf einen Mann zehn Frauen kommen.

Die ausgemalten Folgen wären entsetzlich:

Es würde das langsame Aussterben der männlichen Rasse bedeuten. Samenbänke müßten dann den Fortbestand der Population sichern und die Frauen wären dann nicht einmal in dieser Hinsicht mehr von den Männern abhängig. Welche Vorstellung! Gottseidank nimmt der Autor sich und seinen Artikel selbst nicht ernst, doch kann man eine kleine Identitätskrise bei den Männern nicht leugnen, die auch wohl noch eine Weile andauern wird.


7. Juli 2008

Bevölkerung

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Die gut 18 Millionen Einwohner setzen sich zusammen aus 74% Singhalesen, 12,6 % Ceylon-Tamilen, 5,6% indischen Tamilen, 7% Moors (Nachfahren eingewanderter Marokkaner). Die restlichen 0,8% setzen sich zusammen aus vielen kleinen Völkergruppen wie den Burghern, holländischer Abstammung, Portugiesen, Eurasier, Malayen und kleinen indischen Volksgemeinschaften wie Parsen (eigentlich aus Persien stammende Zarathustra – Anhänger), Bohras und Sindhis.

 

Alle auf Sri Lanka lebenden Menschen werden als Ceylonesen oder Srilankaner bezeichnet. Die Veddas sind ein noch etwa 2.500 Personen starkes Ureinwohnervolk, das im abgelegenen Bergland lebt. Laut Munziger Archiv gibt es noch eine Gruppe von 600 Veddas, die in einer im wesentlichen intakten Jäger- und Sammlergemeinschaft leben. Die Gemeinschaft ist aber durch den Bau von Staudämmen und die Einrichtung von Nationalparks in ihrer Existenz gefährdet. Seit 1985 setzt sich sowohl die Gesellschaft für bedrohte Völker als auch die UN- Menschenrechtskommission für die Veddas ein. Etwa 23% der Bevölkerung lebt in der Stadt, allein 17% in den Plantagensiedlungen.

Die Bevölkerung wächst um 1,5% jährlich, zwei Drittel der Bevölkerung sind unter 30 Jahre, die Hälfte unter 20 Jahre (BRD: 12%) alt. Die Bevölkerungsdichte ist mit 273 Einwohner pro qkm sehr hoch. Die Bevölkerung konzentriert sich zudem im Südwesten der Insel, der Rest ist dünn besiedelt. Die Singhalesen begreifen sich als Bauernvolk und sind auch in erster Linie in der Landwirtschaft tätig. Im Gegensatz zu den Tiefland-Singhalesen, die seit Jahrhunderten europäischen und anderen fremden Einflüssen ausgesetzt sind, bewahrten die Hochland- Singhalesen länger ihre Traditionen.

 

Die vor Jahrhunderten aus Südindien eingewanderten Ceylon Tamilen bevölkern hauptsächlich den Norden und Nordosten der Insel. Die während der britischen Herrschaft eingewanderten Indischen Tamilen arbeiten in erster Linie auf den von den Engländern angelegten Teeplantagen des Hochlandes.

 

Die Nachfahren der arabischen Händler, die Moors, sind ihrer Tradition treu geblieben und arbeiten noch heute überwiegend im Handel (z.B. Edelsteine) und im Dienstleistungsbereich (z.B. im Bazarviertel Pettah in Colombo oder in Galle). Trotz der kastenlosen Hauptreligion, dem Buddhismus, etablierte sich im Laufe der Jahrhunderte ein von dem hinduistischen abweichendes Kastensystem als Sozialordnung. Höchste Kaste ist der Bauernadel, dem die meisten Singhalesen angehören.


7. Juli 2008

Der Staat

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Die ehemalige britische Kolonie wurde am 4. Februar 1948 unabhängig. Seit 1972 trägt das ehemalige Ceylon seinen heutigen Namen: Demokratische Sozialistische Republik Sri Lanka. Seit 1978 hat Sri Lanka ein Präsidialsystem mit einem direkt vom Volk gewählten exekutiven Präsidenten, der eine große Machtfülle besitzt. Das Einkammerparlament mit 225 Sitzen geht aus allgemeinen Wahlen hervor. Die Justiz ist unabhängig.

 

Die Staatsverfassung seit 1987 hat dezentrale Elemente:
In 7 der 9 Provinzen werden Provinzräte und Regierungen mit einem Chief Minister gewählt. Diesem ist ein vom Präsidenten ernannter Gouverneur übergeordnet. Es existiert die Ebene der Kommunalverwaltung mit gewählten Stadt- und Gemeinderäten. Die amtierende links-orientierte Regierung verfolgt das Ziel einer von Furcht und Gewalt freien Gesellschaft unter Betonung von Menschenrechten, Meinungs- und Pressefreiheit, Bekämpfung von Armut und Korruption.

 

Außenpolitisch beteiligt sich Sri Lanka aktiv an den Bemühungen der Vereinten Nationen im Kampf gegen organisierte Kriminalität und Terrorismus.

Es hat als erstes Land der Welt die VN-Konvention gegen terroristische Bombenanschläge gezeichnet.


7. Juli 2008

Wie sind die Menschen?

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Die Menschen auf Sri Lanka sind freundlich und liebenswert.