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Archive for the 'Sri Lanka' Category
Der Staat
Author: adminDie ehemalige britische Kolonie wurde am 4. Februar 1948 unabhängig. Seit 1972 trägt das ehemalige Ceylon seinen heutigen Namen: Demokratische Sozialistische Republik Sri Lanka. Seit 1978 hat Sri Lanka ein Präsidialsystem mit einem direkt vom Volk gewählten exekutiven Präsidenten, der eine große Machtfülle besitzt. Das Einkammerparlament mit 225 Sitzen geht aus allgemeinen Wahlen hervor. Die Justiz ist unabhängig.
Die Staatsverfassung seit 1987 hat dezentrale Elemente:
In 7 der 9 Provinzen werden Provinzräte und Regierungen mit einem Chief Minister gewählt. Diesem ist ein vom Präsidenten ernannter Gouverneur übergeordnet. Es existiert die Ebene der Kommunalverwaltung mit gewählten Stadt- und Gemeinderäten. Die amtierende links-orientierte Regierung verfolgt das Ziel einer von Furcht und Gewalt freien Gesellschaft unter Betonung von Menschenrechten, Meinungs- und Pressefreiheit, Bekämpfung von Armut und Korruption.
Außenpolitisch beteiligt sich Sri Lanka aktiv an den Bemühungen der Vereinten Nationen im Kampf gegen organisierte Kriminalität und Terrorismus.
Es hat als erstes Land der Welt die VN-Konvention gegen terroristische Bombenanschläge gezeichnet.
SRI LANKA (CEYLON)
Author: adminDie Insel CEYLON liegt an der Südostküste Indiens, nur 8 Grad nördlich des Äquators. Das Land ist 65.610 qkm groß (etwa wie Bayern). Es hat ungefähr 18 Millionen Einwohner, meist Singhalesen, die zum indoeuropäischen Sprachgebiet gehören, und etwa 17 % Tamilen mit drawidischer Sprache, davon 6 % Gastarbeiter aus Indien ohne Heimatrecht (Teepflücker), der Rest Ceylon-Tamilen. Der Name des Staatsgebietes von Ceylon wurde 1972 in Sri Lanka umbenannt, doch der alte Name lebt weiter im Bewußtsein der Menschen; selbst die Tourismusbehörde heißt Ceylonesisches Fremdenverkehrs-Amt (Ceylon Tourist Board). Die im Indischen Ozean gelegene Insel Ceylon, heute Sri Lanka, was in der Übersetzung die Leuchtende, die “Strahlende” bedeutet, hängt wie ein Tropfen am Südende des Indischen Subkontinents und ist von diesem durch die an der engsten Stelle nur 36 km breite Meerenge von Palk getrennt.
Die heute Adamsbridge genannten Sandbänke, Riffe und Inseln sind die abgesunkene, einstmals vorhandene Landverbindung mit Indien. Die Insel liegt zwischen dem 80. und 82. Grad (79.42 und 81.52) östlicher Länge und zwischen 5.55 und 9.5 Grad nördlicher Breite. Sie ist 434 km lang, 225 km breit und nimmt eine Fläche von 65.610 qkm ein. Das entspricht ungefähr der Größe Bayerns. Das Gebirge gliedert sich in drei Stufen: Das Mittelgebirge im Norden liegt zwischen 500 und 1000 m hoch; das innere Gebirgsland, bis zu 2000 m Höhe, wird von den Gipfeln wie dem Adam´s Peak mit 2.240 m und dem Pidurutalagala mit 2.528 m überragt. Diese wirken als Wasser- und Wetterscheide. Weitere Gebiete, insbesondere im Norden und Südosten der Insel, sind Tiefland.
Die feuchte Zone mit sieben niederschlagsreichen Monaten umfaßt den Südwesten – immergrüner tropischer Regenwald – und das zentrale Bergland – Teeregion und Nebelwald -, während die trockene bzw. wechselfeuchte Zone den Norden und Osten der Insel umschließt. Sri Lanka ist ein Land der dritten Welt, ein fruchtbares Land zwar, das aber gleichwohl Schwierigkeiten hat, alle satt zu machen. Ein Land mit hoher Arbeitslosigkeit, sehr niedrigen Löhnen und mit Wirtschaftssorgen, viel drückender, als wir sie kennen. CEYLON ist vor allem Agrarland. Der berühmte Ceylon-Tee, Kautschuk, Kopra und Gewürze (bekannt: Cannehl-Zimt )sind Hauptausfuhrartikel. Idustrie findet man kaum auf Ceylon. Ausländische Firmen haben vor einigen Jahren in der Bekleidungsindustrie und Elektronik-Fertigung neue Arbeitsplätze geschaffen. Die Löhne sind sehr niedrig, etwa 50,00 € im Monat.
Eine wesentliche Devisenquelle bildet der Tourismus, er wird daher durch die Regierung gefördert. Das Land bietet Touristen nicht nur eine Bilderbuchlandschaft mit endlosen Sandstränden und tropischen Urwäldern, sondern auch versunkene Städte aus einer großen Zeit vor mehr als 2000 Jahren. CEYLON ist ein ideales Reiseland. Nirgendwo, wirklich nirgendwo gibt es noch einmal diese Erfüllung nahezu sämtlicher Reise-Motivationen in einem überschaubar großem Land, das für uns nicht einmal unerträglich weit entfernt ist. Die Natur: weiße Strände, über die sich Kokospalmen biegen, Korallengärten, kochende Urwälder, Reisterrassen, sanfte grüne Hügel, Gewürzgärten und große, tierreiche Naturschutzgebiete, wo es aussieht, wie es zu Beginn der Welt ausgesehen haben mag. Die Kultur: Gewaltige Ruinenstädte, wunderschöne Reste einer großen Epoche, Tempel, Dagobas, Statuen, steinerne Zeugnisse tiefen Glaubens von damals und heute; Kunst und Handwerk, die seit Jahrtausenden Mythen und Märchen, Tänze und Traditionen lebendig erhalten.